Der FINMA Risikomonitor 2025 beschreibt die wichtigsten Risiken, die den Schweizer Finanzplatz aktuell prägen. Die Risikolandschaft entwickelt sich sowohl im finanziellen als auch im nicht-finanziellen Bereich dynamisch weiter, wodurch der Druck auf Institute steigt, ihre Resilienz zu stärken. Ein tiefes Verständnis dieser Entwicklungen ist heute entscheidend für strategische Entscheidungen – nicht mehr nur für regulatorische Pflichterfüllung.
Der FINMA Risikomonitor 2025 vermittelt ein klares Bild über strukturelle Verwundbarkeiten und neue Bedrohungen für Banken und Versicherungen in der Schweiz. Der Bericht geht über die reine Aufsicht hinaus und zeigt, wie sich der Finanzplatz im Spannungsfeld von wirtschaftlicher Unsicherheit, technologischer Veränderung und geopolitischer Instabilität positioniert.
Der Immobilien- und Hypothekarmarkt bleibt ein zentrales Risikofeld. Mit CHF 1,24 Billionen Hypotheken besteht weiterhin erhebliches Überhitzungspotenzial. Die hohe Verschuldung der Haushalte und Ungleichgewichte bei Immobilienpreisen machen Institute anfällig für mögliche Marktkorrekturen.
Auch das Kreditrisiko bleibt hoch. Unternehmensfinanzierungen – insbesondere für KMU, Hebelfinanzierungen und Lombardkredite – reagieren empfindlich auf wirtschaftliche Abschwünge. Eine konjunkturelle Verschlechterung kann daher rasch und gleichzeitig zu Ausfällen in mehreren Portfolios führen.
Liquiditätsrisiken gewinnen weiter an Bedeutung. Der FINMA Risikomonitor betont, dass digitale Abflüsse und Mobile Banking die Geschwindigkeit von Bank Runs drastisch erhöht haben. Entwicklungen, die früher Tage dauerten, können sich heute innerhalb weniger Stunden entfalten.
Vernetzte Risiken – von Geopolitik bis Cyber
Geopolitische Spannungen und Sanktionsrisiken nehmen zu und ziehen schneller gravierende rechtliche und reputative Folgen nach sich, insbesondere bei internationalen Geschäftsmodellen.
Cyberangriffe steigen weiterhin, und ein wachsender Anteil erfolgt über externe Dienstleister. Diese Entwicklung deckt sich mit den Erkenntnissen des Global Cybersecurity Outlook des World Economic Forum, der Angriffe entlang der Lieferkette als eines der bedeutendsten globalen Risiken hervorhebt.
Auch die Auslagerungskonzentration wird kritischer. Abhängigkeiten von wenigen dominanten Cloud- und IT-Anbietern bergen systemische Risiken. Ähnliche Warnungen formuliert die Europäische Zentralbank zur Konzentration im IKT- und Cloud-Bereich – ein Hinweis auf europaweit steigende regulatorische Erwartungen.
Zentraler roter Faden: Operationelle Resilienz wird zur entscheidenden aufsichtsrechtlichen Erwartung. Institute müssen konkret nachweisen können, dass sie Störungen absorbieren, reagieren und sich erholen können.
Was das für Finanzinstitute 2025 bedeutet
Der FINMA Risikomonitor 2025 zeigt eindeutig: Resilienz entwickelt sich zu einer strategischen Fähigkeit. Entscheidend ist nicht mehr das Erkennen einzelner Risiken, sondern ein integriertes Risikoverständnis, das finanzielle und nicht-finanzielle Risiken verbindet und Transparenz in Steuerungsprozessen schafft.
Institute, die Resilienz zu einer Kernkompetenz machen – gestützt auf Governance, Datenqualität und klare Verantwortlichkeiten – werden gegenüber Aufsicht, Markt und geopolitischen Entwicklungen deutlich stabiler aufgestellt sein.
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